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Online-Katalog

11. März 2026 - Internationale Kunst bis 1900
Provenienz

Privatsammlung, München (vor 1954)
Sammlung Martin Schönemann, Lugano (1965)
Auktion Sotheby’s, London, 24.6.1970, Los 75 (als Hans Holbein d. Ältere)
Sammlung Neumann, Gingins

Literatur

Wohl erwähnt in: Ernst Buchner, Zum Werk Hans Holbeins des Älteren, in: Beiträge zur Geschichte der Deutschen Kunst, Bd. II, 1928, S. 140 (als Hans Holbein d. Ältere).
Ernst Buchner, Das Deutsche Bildnis der Spätgotik und der frühen Dürerzeit, Berlin, Deutscher Verein für Kunstwissenschaften, 1953, S. 22, S. 91 und S. 200, mit Abb. (als Hans Holbein d. Ältere).
Paul Ganz, Hans Holbein The Elder. New contributions to his art of portraiture, in: The connoisseur, März 1954, S. 75–79, mit Abb. (als Hans Holbein d. Ältere).
Alfred Stange, Deutsche Malerei der Gotik, in: Schwaben in der Zeit von 1450 bis 1500, Bd. 8, Berlin/München, Deutscher Kunstverlag, 1957, S. 75. (als Hans Holbein d. Ältere).
Alfred Stange und Norbert Lieb, Hans Holbein der Ältere, Berlin/München, Deutscher Kunstverlag, 1960, S. 68, Nr. 30, mit Abb. (als Hans Holbein d. Ältere).

Ausstellung

Die Malerfamilie Holbein in Basel, Basel, Kunstmuseum, 1960, S. 65, Nr. 6 (als Hans Holbein d. Ältere).
Hans Holbein der Ältere und die Kunst der Spätgotik, Augsburg, Rathaus, 1965, S. 93, Nr. 47, mit Abb. (als Hans Holbein d. Ältere).

Unser Porträt vereint mehrere formale und stilistische Qualitäten, die es erlauben, es dem Werk Hans Holbein dem Älteren zuzuschreiben. So wurde es auch in der Literatur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschrieben.¹ Es ist möglich, unser Tafelbild mit dem Hans Holbein dem Älteren zugeschriebenen Frauenporträt im Musée Unterlinden in Colmar (Inv.-Nr. 80.11) zu vergleichen. Das Gemälde wurde im oberen und unteren Bereich beschnitten. Daher ist es wahrscheinlich, dass die beschnittene Inschrift ursprünglich auf das Jahr 1503 verwies. Darüber hinaus dürfte die Nelke, ein Symbol ehelicher Bindung, ursprünglich vom Modell in der Hand gehalten worden sein, wie dies bei dem Christoph Amberger zugeschriebenen Porträt im Louvre (INV 1350) der Fall ist. Zahlreiche Entdeckungen bleiben im Zusammenhang mit dem OEuvre der Malerfamilie Holbein noch zu machen, wie es die jüngste Wiederentdeckung des mutmaßlichen Porträts von Marx Fischer von Hans Holbein den Jüngeren zeigt. Die jüngste Ausstellung Renaissance in the North. Holbein, Burgkmair, and the Age of the Fuggers (gemeinsam organisiert vom Städel Museum Frankfurt und dem Kunsthistorischen Museum Wien in den Jahren 2023–2024) hat es ermöglicht, die Historiographie zu erneuern und einen umfassenden Überblick über die um 1500 in Augsburg entstandene Tafelmalerei zu bieten. Wir danken Bodo Brinkmann, dass er die Zuschreibung dieses Werks anhand von Fotografien in einer E-Mail vom 21.1.2026 bestätigt hat, sowie für die ergänzenden Informationen, die er uns zur Verfügung gestellt hat.

Notre portrait réunit plusieurs qualités formelles et stylistiques qui permettent d’attribuer l’oeuvre à Hans Holbein l’Ancien. C’est d’ailleurs ainsi qu’il était décrit dans la littérature de la première moitié du XX? siècle.¹ Il est possible de comparer notre panneau avec le portrait féminin attribué à Hans Holbein l’Ancien conservé au musée Unterlinden de Colmar (Nr. 80.11). Le tableau a été diminué en parties supérieure et inférieure. Aussi, il est probable que l’inscription rognée corresponde à l’année 1503. Par ailleurs, l’oeillet, symbole d’engagement conjugal, devait être originellement tenu par le modèle de la main comme sur le portrait attribué à Christoph Amberger du musée du Louvre (INV 1350). De nombreuses découvertes restent encore à faire autour du corpus de la famille de peintres Holbein, comme l’en atteste la redécouverte récente du portrait présumé de Marx Fischer d’Hans Holbein le Jeune. L’exposition récente Renaissance in the North. Holbein, Burgkmair, and the Age of the Fuggers (organisée conjointement par le Städel Museum de Francfort et le Kunsthistorisches Museum de Vienne en 2023–2024) a permis de renouveler l’historiographie et d’offrir un panorama exhaustif de la production peinte à Augsbourg vers 1500. Nous remercions Bodo Brinkmann de nous avoir confirmé l’attribution de cette oeuvre d’après photographies dans un courriel en date du 21.1.2026 ainsi que pour les éléments complémentaires qu’il nous a fournis.

¹ Das Werk ist in der jüngsten Monographie von Katharina Krause aus dem Jahr 2002 nicht enthalten (Katharina Krause, Hans Holbein der Ältere, München, 2002).
Online-Katalog 11. März 2026 - Internationale Kunst bis 1900 Los 19 Hans Holbein d. Ältere 1465–1524, zugeschrieben

Porträt eines Mannes mit schwarzer Mütze und Nelke
Öl auf Holz
oben in der Mitte wohl ursprünglich datiert
36 x 26,5 cm

Schätzpreis

CHF 15'000 – 20'000

Verkauft für

CHF 44'459

Provenienz

Privatsammlung, München (vor 1954)
Sammlung Martin Schönemann, Lugano (1965)
Auktion Sotheby’s, London, 24.6.1970, Los 75 (als Hans Holbein d. Ältere)
Sammlung Neumann, Gingins

Literatur

Wohl erwähnt in: Ernst Buchner, Zum Werk Hans Holbeins des Älteren, in: Beiträge zur Geschichte der Deutschen Kunst, Bd. II, 1928, S. 140 (als Hans Holbein d. Ältere).
Ernst Buchner, Das Deutsche Bildnis der Spätgotik und der frühen Dürerzeit, Berlin, Deutscher Verein für Kunstwissenschaften, 1953, S. 22, S. 91 und S. 200, mit Abb. (als Hans Holbein d. Ältere).
Paul Ganz, Hans Holbein The Elder. New contributions to his art of portraiture, in: The connoisseur, März 1954, S. 75–79, mit Abb. (als Hans Holbein d. Ältere).
Alfred Stange, Deutsche Malerei der Gotik, in: Schwaben in der Zeit von 1450 bis 1500, Bd. 8, Berlin/München, Deutscher Kunstverlag, 1957, S. 75. (als Hans Holbein d. Ältere).
Alfred Stange und Norbert Lieb, Hans Holbein der Ältere, Berlin/München, Deutscher Kunstverlag, 1960, S. 68, Nr. 30, mit Abb. (als Hans Holbein d. Ältere).

Ausstellung

Die Malerfamilie Holbein in Basel, Basel, Kunstmuseum, 1960, S. 65, Nr. 6 (als Hans Holbein d. Ältere).
Hans Holbein der Ältere und die Kunst der Spätgotik, Augsburg, Rathaus, 1965, S. 93, Nr. 47, mit Abb. (als Hans Holbein d. Ältere).

Unser Porträt vereint mehrere formale und stilistische Qualitäten, die es erlauben, es dem Werk Hans Holbein dem Älteren zuzuschreiben. So wurde es auch in der Literatur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschrieben.¹ Es ist möglich, unser Tafelbild mit dem Hans Holbein dem Älteren zugeschriebenen Frauenporträt im Musée Unterlinden in Colmar (Inv.-Nr. 80.11) zu vergleichen. Das Gemälde wurde im oberen und unteren Bereich beschnitten. Daher ist es wahrscheinlich, dass die beschnittene Inschrift ursprünglich auf das Jahr 1503 verwies. Darüber hinaus dürfte die Nelke, ein Symbol ehelicher Bindung, ursprünglich vom Modell in der Hand gehalten worden sein, wie dies bei dem Christoph Amberger zugeschriebenen Porträt im Louvre (INV 1350) der Fall ist. Zahlreiche Entdeckungen bleiben im Zusammenhang mit dem OEuvre der Malerfamilie Holbein noch zu machen, wie es die jüngste Wiederentdeckung des mutmaßlichen Porträts von Marx Fischer von Hans Holbein den Jüngeren zeigt. Die jüngste Ausstellung Renaissance in the North. Holbein, Burgkmair, and the Age of the Fuggers (gemeinsam organisiert vom Städel Museum Frankfurt und dem Kunsthistorischen Museum Wien in den Jahren 2023–2024) hat es ermöglicht, die Historiographie zu erneuern und einen umfassenden Überblick über die um 1500 in Augsburg entstandene Tafelmalerei zu bieten. Wir danken Bodo Brinkmann, dass er die Zuschreibung dieses Werks anhand von Fotografien in einer E-Mail vom 21.1.2026 bestätigt hat, sowie für die ergänzenden Informationen, die er uns zur Verfügung gestellt hat.

Notre portrait réunit plusieurs qualités formelles et stylistiques qui permettent d’attribuer l’oeuvre à Hans Holbein l’Ancien. C’est d’ailleurs ainsi qu’il était décrit dans la littérature de la première moitié du XX? siècle.¹ Il est possible de comparer notre panneau avec le portrait féminin attribué à Hans Holbein l’Ancien conservé au musée Unterlinden de Colmar (Nr. 80.11). Le tableau a été diminué en parties supérieure et inférieure. Aussi, il est probable que l’inscription rognée corresponde à l’année 1503. Par ailleurs, l’oeillet, symbole d’engagement conjugal, devait être originellement tenu par le modèle de la main comme sur le portrait attribué à Christoph Amberger du musée du Louvre (INV 1350). De nombreuses découvertes restent encore à faire autour du corpus de la famille de peintres Holbein, comme l’en atteste la redécouverte récente du portrait présumé de Marx Fischer d’Hans Holbein le Jeune. L’exposition récente Renaissance in the North. Holbein, Burgkmair, and the Age of the Fuggers (organisée conjointement par le Städel Museum de Francfort et le Kunsthistorisches Museum de Vienne en 2023–2024) a permis de renouveler l’historiographie et d’offrir un panorama exhaustif de la production peinte à Augsbourg vers 1500. Nous remercions Bodo Brinkmann de nous avoir confirmé l’attribution de cette oeuvre d’après photographies dans un courriel en date du 21.1.2026 ainsi que pour les éléments complémentaires qu’il nous a fournis.

¹ Das Werk ist in der jüngsten Monographie von Katharina Krause aus dem Jahr 2002 nicht enthalten (Katharina Krause, Hans Holbein der Ältere, München, 2002).

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