Online Catalogue
11 March 2026 - Swiss Art
Weitere Werke von Friedrich Dürrenmatt finden Sie in unserer Online Only Auktion vom 4.3.– 19.3.2026.
Text zu den Losen 284-298
Friedrich Dürrenmatt war nicht nur Dramatiker und Erzähler, sondern auch ein leidenschaftlicher Zeichner und Maler. Parallel zu seinem literarischen Werk erschuf er eine Welt aus Zeichnungen, ein kritischer Schattenkommentar seiner Schriften. Oft verwendete er dazu groteske, überzeichnete Figuren, um die Absurditäten der Welt sichtbar zu machen – ähnlich wie in seinen Theaterstücken, in denen das Groteske ebenfalls eine zentrale Rolle spielt.
Dürrenmatt selbst sah seine bildnerische Arbeit nicht als blosses Hobby, sondern als eigenständige Ausdrucksform. Viele Zeichnungen entstanden parallel zu seinen literarischen Projekten und können als visuelle Denkprozesse verstanden werden. In seinen Skizzen tauchen immer wieder Motive wie Clowns, Richter, Tiere oder mythologische Gestalten auf, die gesellschaftliche Machtverhältnisse ironisieren. Die Linien seiner Zeichnungen wirken bewusst roh, manchmal fast aggressiv, was die zum Teil gewaltvollen Szenen reflektiert und auch die innere Zerrissenheit und den Humor des Autors als Bild erfahrbar macht.
Auffällig ist sein Hang zum Spielerischen: Dürrenmatt experimentierte mit Perspektiven, deformierte Gesichter und Körper, arbeitete mit starken Kontrasten. Dabei zeigt sich eine Welt, die chaotisch, überladen und dennoch humorvoll ist. Seine Bilder wirken wie Varianten der gleichen Grundfrage, die auch seine Literatur prägt: Wie kann man die Wirklichkeit erfassen, wenn sie sich ständig entzieht?
Insgesamt spiegeln Dürrenmatts Zeichnungen eine tiefe Skepsis gegenüber Autorität und eine zugleich ernste wie spielerische Lebenshaltung. Zeichnung und Karikatur wirken für ihn als Waffe, mit der er gesellschaftliche und politische Missstände bewusst hervorhebt und ins Visier nimmt.1 Es eröffnet sich ein persönlicher Zugang zum Denken eines Autors, der sowohl in Wort als auch in Bild die Unordnung der Welt zum Thema machte.
1 – Madeleine Betschart et al., Friedrich Dürrenmatt. Karikaturen, in Centre Dürrenmatt Neuchâtel, Bd. 24, Neuenburg, Centre Dürrenmatt Neuchâtel, 2020, S. 7.
Text zu den Losen 284-298
Friedrich Dürrenmatt war nicht nur Dramatiker und Erzähler, sondern auch ein leidenschaftlicher Zeichner und Maler. Parallel zu seinem literarischen Werk erschuf er eine Welt aus Zeichnungen, ein kritischer Schattenkommentar seiner Schriften. Oft verwendete er dazu groteske, überzeichnete Figuren, um die Absurditäten der Welt sichtbar zu machen – ähnlich wie in seinen Theaterstücken, in denen das Groteske ebenfalls eine zentrale Rolle spielt.
Dürrenmatt selbst sah seine bildnerische Arbeit nicht als blosses Hobby, sondern als eigenständige Ausdrucksform. Viele Zeichnungen entstanden parallel zu seinen literarischen Projekten und können als visuelle Denkprozesse verstanden werden. In seinen Skizzen tauchen immer wieder Motive wie Clowns, Richter, Tiere oder mythologische Gestalten auf, die gesellschaftliche Machtverhältnisse ironisieren. Die Linien seiner Zeichnungen wirken bewusst roh, manchmal fast aggressiv, was die zum Teil gewaltvollen Szenen reflektiert und auch die innere Zerrissenheit und den Humor des Autors als Bild erfahrbar macht.
Auffällig ist sein Hang zum Spielerischen: Dürrenmatt experimentierte mit Perspektiven, deformierte Gesichter und Körper, arbeitete mit starken Kontrasten. Dabei zeigt sich eine Welt, die chaotisch, überladen und dennoch humorvoll ist. Seine Bilder wirken wie Varianten der gleichen Grundfrage, die auch seine Literatur prägt: Wie kann man die Wirklichkeit erfassen, wenn sie sich ständig entzieht?
Insgesamt spiegeln Dürrenmatts Zeichnungen eine tiefe Skepsis gegenüber Autorität und eine zugleich ernste wie spielerische Lebenshaltung. Zeichnung und Karikatur wirken für ihn als Waffe, mit der er gesellschaftliche und politische Missstände bewusst hervorhebt und ins Visier nimmt.1 Es eröffnet sich ein persönlicher Zugang zum Denken eines Autors, der sowohl in Wort als auch in Bild die Unordnung der Welt zum Thema machte.
1 – Madeleine Betschart et al., Friedrich Dürrenmatt. Karikaturen, in Centre Dürrenmatt Neuchâtel, Bd. 24, Neuenburg, Centre Dürrenmatt Neuchâtel, 2020, S. 7.
Online Catalogue 11 March 2026 - Swiss Art Lot 290 Friedrich Dürrenmatt 1921–1990
Tiere, 1977
Collage auf Papier
unten rechts monogrammiert und datiert FD 20.11.77
30 x 46,7 cm (Lichtmass)
CHF 4'000 – 6'000
Sold forCHF 5'081
Weitere Werke von Friedrich Dürrenmatt finden Sie in unserer Online Only Auktion vom 4.3.– 19.3.2026.
Text zu den Losen 284-298
Friedrich Dürrenmatt war nicht nur Dramatiker und Erzähler, sondern auch ein leidenschaftlicher Zeichner und Maler. Parallel zu seinem literarischen Werk erschuf er eine Welt aus Zeichnungen, ein kritischer Schattenkommentar seiner Schriften. Oft verwendete er dazu groteske, überzeichnete Figuren, um die Absurditäten der Welt sichtbar zu machen – ähnlich wie in seinen Theaterstücken, in denen das Groteske ebenfalls eine zentrale Rolle spielt.
Dürrenmatt selbst sah seine bildnerische Arbeit nicht als blosses Hobby, sondern als eigenständige Ausdrucksform. Viele Zeichnungen entstanden parallel zu seinen literarischen Projekten und können als visuelle Denkprozesse verstanden werden. In seinen Skizzen tauchen immer wieder Motive wie Clowns, Richter, Tiere oder mythologische Gestalten auf, die gesellschaftliche Machtverhältnisse ironisieren. Die Linien seiner Zeichnungen wirken bewusst roh, manchmal fast aggressiv, was die zum Teil gewaltvollen Szenen reflektiert und auch die innere Zerrissenheit und den Humor des Autors als Bild erfahrbar macht.
Auffällig ist sein Hang zum Spielerischen: Dürrenmatt experimentierte mit Perspektiven, deformierte Gesichter und Körper, arbeitete mit starken Kontrasten. Dabei zeigt sich eine Welt, die chaotisch, überladen und dennoch humorvoll ist. Seine Bilder wirken wie Varianten der gleichen Grundfrage, die auch seine Literatur prägt: Wie kann man die Wirklichkeit erfassen, wenn sie sich ständig entzieht?
Insgesamt spiegeln Dürrenmatts Zeichnungen eine tiefe Skepsis gegenüber Autorität und eine zugleich ernste wie spielerische Lebenshaltung. Zeichnung und Karikatur wirken für ihn als Waffe, mit der er gesellschaftliche und politische Missstände bewusst hervorhebt und ins Visier nimmt.1 Es eröffnet sich ein persönlicher Zugang zum Denken eines Autors, der sowohl in Wort als auch in Bild die Unordnung der Welt zum Thema machte.
1 – Madeleine Betschart et al., Friedrich Dürrenmatt. Karikaturen, in Centre Dürrenmatt Neuchâtel, Bd. 24, Neuenburg, Centre Dürrenmatt Neuchâtel, 2020, S. 7.
Text zu den Losen 284-298
Friedrich Dürrenmatt war nicht nur Dramatiker und Erzähler, sondern auch ein leidenschaftlicher Zeichner und Maler. Parallel zu seinem literarischen Werk erschuf er eine Welt aus Zeichnungen, ein kritischer Schattenkommentar seiner Schriften. Oft verwendete er dazu groteske, überzeichnete Figuren, um die Absurditäten der Welt sichtbar zu machen – ähnlich wie in seinen Theaterstücken, in denen das Groteske ebenfalls eine zentrale Rolle spielt.
Dürrenmatt selbst sah seine bildnerische Arbeit nicht als blosses Hobby, sondern als eigenständige Ausdrucksform. Viele Zeichnungen entstanden parallel zu seinen literarischen Projekten und können als visuelle Denkprozesse verstanden werden. In seinen Skizzen tauchen immer wieder Motive wie Clowns, Richter, Tiere oder mythologische Gestalten auf, die gesellschaftliche Machtverhältnisse ironisieren. Die Linien seiner Zeichnungen wirken bewusst roh, manchmal fast aggressiv, was die zum Teil gewaltvollen Szenen reflektiert und auch die innere Zerrissenheit und den Humor des Autors als Bild erfahrbar macht.
Auffällig ist sein Hang zum Spielerischen: Dürrenmatt experimentierte mit Perspektiven, deformierte Gesichter und Körper, arbeitete mit starken Kontrasten. Dabei zeigt sich eine Welt, die chaotisch, überladen und dennoch humorvoll ist. Seine Bilder wirken wie Varianten der gleichen Grundfrage, die auch seine Literatur prägt: Wie kann man die Wirklichkeit erfassen, wenn sie sich ständig entzieht?
Insgesamt spiegeln Dürrenmatts Zeichnungen eine tiefe Skepsis gegenüber Autorität und eine zugleich ernste wie spielerische Lebenshaltung. Zeichnung und Karikatur wirken für ihn als Waffe, mit der er gesellschaftliche und politische Missstände bewusst hervorhebt und ins Visier nimmt.1 Es eröffnet sich ein persönlicher Zugang zum Denken eines Autors, der sowohl in Wort als auch in Bild die Unordnung der Welt zum Thema machte.
1 – Madeleine Betschart et al., Friedrich Dürrenmatt. Karikaturen, in Centre Dürrenmatt Neuchâtel, Bd. 24, Neuenburg, Centre Dürrenmatt Neuchâtel, 2020, S. 7.