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Catalogue en ligne

Construction & Couleur, œuvres d'une collection privée & à divers
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Provenance

Privatbesitz (1975)
Auktion Galerie Koller, Zürich, 10.5.1975, Los 2873 (als Hügellandschaft mit Blick auf Jura)

Littérature

Franz Müller und Viola Radlach, Cuno Amiet. Die Gemälde 1883–1919, Bd. II, Zürich, Scheidegger & Spiess, 2014, S. 519 f., Nr. 1918.36, mit Abb.

Exposition

Expositions des collections neuchâteloises, Neuchâtel, Musée des Beaux-Arts, 22.4.–21.5.1956, Nr. 63 oder Nr. 64.
Ferdinand Hodler und Cuno Amiet. Eine Künstlerfreundschaft zwischen Jugendstil und Moderne, Solothurn, Kunstmuseum, 24.9.2011–2.1.2012/Hamburg, Bucerius Kunst Forum, 28.1.–1.5.2012, S. 142 f., Nr. 70 sowie S. 149, mit Abb.

Das Werk ist beim SIK-ISEA, dem Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft, unter der Archiv–Nr. 30435 registriert.

Amiets grossartige, grossformatige Landschaft lebt von der Spannung zwischen kräftigen, fast feuerwerksartigen Farben und vibrierenden, beinahe monochromen Flächen. Das Gemälde zählt zu den eindrucksvollsten Beispielen für Amiets Auseinandersetzung mit Farbe, Natur und Stimmung. Die Farben sind nicht naturalistisch, sondern bewusst gesteigert. In der wichtigen und wunderbaren Solothurner Ausstellung Ferdinand Hodler und Cuno Amiet, eine Künstlerfreundschaft zwischen Jugendstil und Moderne, wurde die Juralandschaft einer Genfersee-Landschaft von Hodler gegenübergestellt.
Eva Hausdorf schreibt im Katalog zu diesem Vergleich:
«In seiner 1918 entstandenen Ansicht die Bucht von Genf mit dem Montblanc vor Sonnenaufgang verzichtet er auf narrative Details und jegliche Hinweise auf Zivilisation. Die Darstellung des Sees und der Berglandschaft ist deutlich abstrakter. Das Gebirge und der See erscheinen als Farbflächen, die zwischen Dunkel- und Hellblau sowie Weiss changieren. Hinter dem Gebirge erstrahlt der Morgenhimmel in kräftig leuchtendem Gelb und spiegelt sich in bildparallelen Streifen im See.
Hodler konzentriert sich nun auf den Kontrast zwischen der Unregelmässigkeit des scharfen Gebirgskonturs und der durch die fast monochrome Farbigkeit erzielten Gleichmässigkeit des Wassers. In ähnlichen Farbklängen, doch weit gestischer fasst Amiet im gleichen Jahr die Gebirgslandschaft des Jura auf. Stärker noch als bei Hodler sind die Berge als eine blaue Fläche beschrieben, von der sich der Himmel in gelben und rosa Farbtönen abhebt. Amiet stellt jedoch die Landschaft im Vorder- und Mittelgrund anders dar. In breiten, pastosen Pinselstrichen gestaltete er eine abstrakt aufgefasste Landschaft mit angedeuteten Feldern und Büschen. Vieles spricht dafür, dass sich Amiet bei diesem in Hodlers Todesjahr entstandenen Gemälde in der Farbwahl und Komposition den Bergpanoramen des älteren Künstlers annähern wollte.»1
Wenn die Autorin schreibt, dass sich Amiet an Hodler annähert, so kann in diesem Zusammenhang auch darauf hingewiesen werden, dass Hodler sich in seinen Landschaften schon einige Jahre früher auch durchaus Amiets Farbigkeit bewusst war und diese aufnahm. Wie die Solothurner Ausstellung schön aufgezeigt hat, gab es eine wechselseitige Beeinflussung der beiden grossen Maler.

1 – Eva Hausdorf, Weite Landschaften. Monochromie und Abstraktion, in: Ferdinand Hodler und Cuno Amiet. Eine Künstlerfreundschaft zwischen Jugendstil und Moderne, Solothurn, Kunstmuseum, 24.9.2011–2.1.2012/Hamburg, Bucerius Kunst Forum, 28.1.–1.5.2012, S. 142 f.
Catalogue en ligne Construction & Couleur, œuvres d'une collection privée & à divers Lot 14 Cuno Amiet 1868–1961

Hügellandschaft mit Jura, 1918
Öl auf Leinwand
unten rechts monogrammiert und datiert CA 18
70 x 100 cm

Estimation

CHF 100'000 – 150'000

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Provenance

Privatbesitz (1975)
Auktion Galerie Koller, Zürich, 10.5.1975, Los 2873 (als Hügellandschaft mit Blick auf Jura)

Littérature

Franz Müller und Viola Radlach, Cuno Amiet. Die Gemälde 1883–1919, Bd. II, Zürich, Scheidegger & Spiess, 2014, S. 519 f., Nr. 1918.36, mit Abb.

Exposition

Expositions des collections neuchâteloises, Neuchâtel, Musée des Beaux-Arts, 22.4.–21.5.1956, Nr. 63 oder Nr. 64.
Ferdinand Hodler und Cuno Amiet. Eine Künstlerfreundschaft zwischen Jugendstil und Moderne, Solothurn, Kunstmuseum, 24.9.2011–2.1.2012/Hamburg, Bucerius Kunst Forum, 28.1.–1.5.2012, S. 142 f., Nr. 70 sowie S. 149, mit Abb.

Das Werk ist beim SIK-ISEA, dem Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft, unter der Archiv–Nr. 30435 registriert.

Amiets grossartige, grossformatige Landschaft lebt von der Spannung zwischen kräftigen, fast feuerwerksartigen Farben und vibrierenden, beinahe monochromen Flächen. Das Gemälde zählt zu den eindrucksvollsten Beispielen für Amiets Auseinandersetzung mit Farbe, Natur und Stimmung. Die Farben sind nicht naturalistisch, sondern bewusst gesteigert. In der wichtigen und wunderbaren Solothurner Ausstellung Ferdinand Hodler und Cuno Amiet, eine Künstlerfreundschaft zwischen Jugendstil und Moderne, wurde die Juralandschaft einer Genfersee-Landschaft von Hodler gegenübergestellt.
Eva Hausdorf schreibt im Katalog zu diesem Vergleich:
«In seiner 1918 entstandenen Ansicht die Bucht von Genf mit dem Montblanc vor Sonnenaufgang verzichtet er auf narrative Details und jegliche Hinweise auf Zivilisation. Die Darstellung des Sees und der Berglandschaft ist deutlich abstrakter. Das Gebirge und der See erscheinen als Farbflächen, die zwischen Dunkel- und Hellblau sowie Weiss changieren. Hinter dem Gebirge erstrahlt der Morgenhimmel in kräftig leuchtendem Gelb und spiegelt sich in bildparallelen Streifen im See.
Hodler konzentriert sich nun auf den Kontrast zwischen der Unregelmässigkeit des scharfen Gebirgskonturs und der durch die fast monochrome Farbigkeit erzielten Gleichmässigkeit des Wassers. In ähnlichen Farbklängen, doch weit gestischer fasst Amiet im gleichen Jahr die Gebirgslandschaft des Jura auf. Stärker noch als bei Hodler sind die Berge als eine blaue Fläche beschrieben, von der sich der Himmel in gelben und rosa Farbtönen abhebt. Amiet stellt jedoch die Landschaft im Vorder- und Mittelgrund anders dar. In breiten, pastosen Pinselstrichen gestaltete er eine abstrakt aufgefasste Landschaft mit angedeuteten Feldern und Büschen. Vieles spricht dafür, dass sich Amiet bei diesem in Hodlers Todesjahr entstandenen Gemälde in der Farbwahl und Komposition den Bergpanoramen des älteren Künstlers annähern wollte.»1
Wenn die Autorin schreibt, dass sich Amiet an Hodler annähert, so kann in diesem Zusammenhang auch darauf hingewiesen werden, dass Hodler sich in seinen Landschaften schon einige Jahre früher auch durchaus Amiets Farbigkeit bewusst war und diese aufnahm. Wie die Solothurner Ausstellung schön aufgezeigt hat, gab es eine wechselseitige Beeinflussung der beiden grossen Maler.

1 – Eva Hausdorf, Weite Landschaften. Monochromie und Abstraktion, in: Ferdinand Hodler und Cuno Amiet. Eine Künstlerfreundschaft zwischen Jugendstil und Moderne, Solothurn, Kunstmuseum, 24.9.2011–2.1.2012/Hamburg, Bucerius Kunst Forum, 28.1.–1.5.2012, S. 142 f.

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