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Meret Oppenheim (1913-1985 )

Zu den verkauften Werken
Meret Oppenheim (*6. Oktober 1913 in Berlin-Charlottenburg; †15. November 1985 in Basel) war eine Schweizer Künstlerin des Surrealismus, bekannt für ihre provokativen Werke, ihre poetische Bildsprache und ihren Einfluss auf die moderne Kunst und feministische Ästhetik. Ihr Werk „Frühstück im Pelz“ (1936), eine mit Pelz bezogene Kaffeetasse, zählt zu den bekanntesten Symbolen des Surrealismus weltweit.

Frühes Leben und künstlerischer Werdegang

Meret Oppenheim wurde in eine gebildete Familie mit deutschen und Schweizer Wurzeln geboren. Ihre Großmutter, Lisa Wenger, war Malerin und Kinderbuchautorin. Schon früh kam Meret mit Kunst und Literatur in Berührung, unter anderem durch Begegnungen mit dem Schriftsteller Hermann Hesse.

Sie wuchs in Steinen bei Lörrach auf, nahe der Schweizer Grenze, und besuchte verschiedene Schulen, darunter die Rudolf-Steiner-Schule in Basel. Bereits als Jugendliche zeigte sich ihr künstlerisches Talent in Zeichnungen, Skizzen und surrealistischen Texten. 1932 reiste sie mit ihrer Freundin Irène Zurkinden nach Paris, wo sie in Kontakt mit den surrealistischen Künstlerkreisen rund um André Breton, Marcel Duchamp, Hans Arp und Alberto Giacometti kam.

Durchbruch mit „Frühstück im Pelz“ und surrealistischer Erfolg

In Paris entstand ihr berühmtestes Werk: „Déjeuner en fourrure“ („Frühstück im Pelz“), das 1936 auf der International Surrealist Exhibition in London gezeigt und vom Museum of Modern Art (MoMA) in New York angekauft wurde. Dieses Objekt, eine mit Pelz bezogene Teetasse samt Untertasse und Löffel, wurde zu einem Schlüsselwerk des Surrealismus und machte Oppenheim international bekannt.

Neben ihrer künstlerischen Arbeit wurde sie durch Man Rays Fotoporträt-Serie „Érotique voilée“ zur stilisierten „Muse der Surrealisten“, eine Rolle, die sie bewusst hinterfragte und später auch künstlerisch dekonstruiert hat.

Rückzug, Neuanfang und spätes Werk

Nach einer Schaffenskrise kehrte Oppenheim 1937 in die Schweiz zurück und trat der Gruppe 33 bei, die sich gegen den aufkommenden Faschismus stellte. Sie studierte an der Kunstgewerbeschule Basel und vertiefte ihre handwerklichen Fähigkeiten.

1949 heiratete sie den Germanisten Wolfgang La Roche. Nach einer Phase des Rückzugs begann ab 1954 eine neue kreative Phase. Sie bezog ein eigenes Atelier und schuf neben Gemälden, Objekten und Skulpturen auch Lyrik, Kostüme und Brunnenanlagen – darunter den Meret-Oppenheim-Brunnen in Bern (1983).

Feministische Perspektiven und interdisziplinäre Kunst

Meret Oppenheim war nicht nur surrealistische Künstlerin, sondern auch Pionierin feministischer Kunst. Ihre Werke hinterfragen traditionelle Rollenbilder und thematisieren die Darstellung des Weiblichen in der Kunst. Mit ihrem Leitsatz „Don’t cry, work“ wurde sie zur Identifikationsfigur für nachfolgende Künstlergenerationen.

Oppenheim arbeitete mit verschiedenen Medien: Malerei, Collagen, Möbeldesign, Skulpturen, Lyrik und Kostümdesign. Viele ihrer Werke – wie „Ma Gouvernante“, „X = Hase“ oder die surrealistischen Kostüme für Picassos Theaterstück – verbinden Alltagsgegenstände mit poetischem Denken und gesellschaftlicher Kritik.

Nachlass und Vermächtnis

Ihr literarischer Nachlass befindet sich im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern. Postum wurden bislang unbekannte Zeichnungen entdeckt und 2019 kunsthistorisch aufgearbeitet. Meret Oppenheim starb am 15. November 1985 in Basel, am Tag der Vernissage ihres letzten Buches. Ihre letzte Ruhestätte liegt im Künstlerdorf Carona im Tessin.

Meret Oppenheim

Am Strand, 1985

CHF 5'107

Meret Oppenheim

Blauer Schmetterling, 1960

27'946

Meret Oppenheim

Das Haus an der Brücke, 1964

CHF 1'524

Meret Oppenheim

Das Ohr von Giacometti, 1933–77

1'757

Meret Oppenheim

Das Schulheft, 1973

CHF 3'646

Meret Oppenheim

Eingerollt–ausgerollt, 1966

CHF 4'573

Meret Oppenheim

Entwurf für gelbe Maske, 1936

CHF 8'257

Meret Oppenheim

Entwürfe für Gegenstände aus Porzellan, 1970

CHF 4'864

Meret Oppenheim

Garibaldina, 1952/1970

CHF 35'567

Meret Oppenheim

Gesicht im Nachthimmel, 1963

CHF 44'562

Meret Oppenheim

Gesicht–Insekt, Visage–Insecte, 1975

CHF 43'754

Meret Oppenheim

Hafer-Blumen, 1969

CHF 2'552

Meret Oppenheim

Hotel Odessa, 1933

CHF 4'254

Meret Oppenheim

In der Einsamkeit (Kopf mit blauem Mund), 1961

CHF 5'335

Meret Oppenheim

Kentaur, 1981

CHF 1'905

Meret Oppenheim

Kleines Idol, 1961

CHF 111'685

Meret Oppenheim

Kleines rotes Mädchen in einer Muschel, 1974

CHF 23'519

Meret Oppenheim

Le cocon (il vit), 1974

CHF 1'945

Meret Oppenheim

Los von zwei Grafiken

CHF 1'016

Meret Oppenheim

Mon drapeau

CHF 3'877

Meret Oppenheim

Nuage sur un pont, 1963–78

CHF 54'720

Meret Oppenheim

Ohne Titel

CHF 4'864

Meret Oppenheim

Paysage avec trombe d'eau, 1983

CHF 4'134

Meret Oppenheim

Pelztasse (nach Foto Man Ray), 1971

CHF 1'979

Meret Oppenheim

Portrait de femme, les yeux, 1965

CHF 7'496

Meret Oppenheim

Projekt für Plakat Galerie d'art moderne, Bâle, 1972

CHF 1'824

Meret Oppenheim

Skizze für Löffel und Kaminschaufel für Hexenküche sowie Gesicht mit Schnurrbart, 1959 sowie 1964

CHF 4'573

Meret Oppenheim

Souvenir du déjeuner en fourrure, 1972

CHF 8'541

Meret Oppenheim

Stillleben mit Buch und Zündholzschachtel, 1926/27

CHF 3'161

Meret Oppenheim

Surrealistische Komposition

CHF 1'216

Meret Oppenheim

Wolken (II), 1971

CHF 2'721

Meret Oppenheim

Zwei, sich küssend, 1961

CHF 1'337

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